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Das Goggo-Getriebe in der Theorie

Das Goggomobil wurde ganz zu Anfang mit einem 3-Gang Getriebe konzipiert. Schnell erkannte man, dass nur ein 4-Gang-Getriebe die steigenden Anforderungen der Kunden befriedigen konnte. Die kompakte Bauweise des 4-Gang-Getriebes ist in nachfolgendem Bild aufgezeigt:


Das Bild 1 zeigt das Getriebe in der Neutralstellung

Z = Zähnezahl der Getrieberäder
I = Übersetzungsverhältnis: I= z-Abtrieb : z-Antrieb

Der erste und zweite Gang liegen auf der Abtriebswelle, der Dritte und Vierte auf der Antriebswelle.
Zum Schalten aus Neutral in den ersten Gang wird das drehfest mit der Abtriebswelle verbundene Schaltrad über den Schalthebel und das Schaltgestänge durch die Schaltgabel in Richtung 1.Gang – Rad geschoben.

Achtung! Kupplung treten, sonst gibt’s hässliche Geräusche!!

Sobald die Schaltklauen des Schaltrades in die des 1.Ganges eingerastet sind, besteht eine feste Verbindung zwischen Antriebswelle und Abtriebswelle. Bild 2 zeigt den Kraftfluss im Getriebe, bei eingelegtem 1. Gang:


Bild 2: 1. Gang ist eingelegt

Über die Neutralstellung erfolgt nun die Schaltung in den 2. Gang.


Bild 3 zeigt den Kraftfluss im Getriebe im 2. Gang

Das Gangrad des dritten Ganges kämmt mit dem Schaltrad auf der Abtriebswelle. Über die Schaltgabel wird das Schaltrad auf der Antriebswelle in Richtung dritter Gang geschaltet und der Kraftfluss von der Antriebs- auf die Abtriebswelle ermöglicht.


Bild 4: Schaltung in den 3. Gang

Der vierte Gang ist der sogenannte direkte Gang, da der Kraftfluss direkt von der Antriebswelle auf das Festrad der Abtriebswelle erfolgt. Die Klauen des Schaltrades rasten ins Gangrad ein, der vierte Gang ist geschaltet.



Bild 5: Kraftfluss im 4. Gang - die Pfeile verdeutlichen die Drehrichtung der Wellen

Die Schaltgabel für den Rückwärtsgang umgreift das größere Zahnrad des R-Gang - Ritzels. Bei der Betätigung wird das große Zahnrad in das Festrad der Antriebswelle gezogen. Gleichzeitig rastet die Dachverzahnung des kleinen Zahnrades in das Losrad des 3. Ganges ein. Das drehfest mit der Abtriebswelle verbundene Schaltrad (1. - 2. Gang) erfährt durch das Eingreifen des
R-Gang-Ritzels eine Drehrichtungsumkehr (siehe Pfeile in Bild 6), was das Rückwärtsfahren ermöglicht.



Bild 6: Kraftfluss im R-Gang - die Pfeile verdeutlichen die Drehrichtung
der Wellen im Vergleich zu Bild 5